1983 wurde vom früheren Heidenauer Pastor Fritz-Carsten Töllner der Heidenauer Kirchenchor ins Leben gerufen.
In diesen Jahren hat er verschiedene kirchliche Festtage und Gemeinde-veranstaltungen immer wieder musikalisch unterlegt und fand – so hoffen wir – meist Gefallen unter den Zuhörern.
Als ich vor einigen Jahren selbst zum ersten Mal an einer Chorstunde teilnahm, wurde mir eines doch sehr schnell klar: mit welcher Unbefangenheit man hier sofort herzlich aufgenommen wird. Auch wenn man keine Noten lesen kann! In diesem Sinn kann man wirklich von einer (Chor-) Gemeinschaft sprechen. Mitglieder und Chorleiter kamen und gingen. Es gab schmerzliche Verluste, aber auch lustige Erlebnisse.
Mit beständiger Regelmäßigkeit befällt uns besonders zum Ende des Jahres ein mehr oder minder ausgeprägtes Lampenfieber. Bei unserem Weihnachtskonzert wird das Resultat unserer Proben sichtbar oder besser hörbar.
Unsere Gesangsübungen beginnen hierfür bereits nach den Sommerferien. So haben wir genügend Zeit, uns auf die beschauliche Vorweihnachtszeit einzustimmen. Dann nämlich beginnt für uns eine Zeit des eifrigen Bemühens den richtigen Ton zu treffen – was während der Chorprobe nicht immer gleich gelingen mag.
Trotzdem lassen wir uns von solchen kleineren „Unstimmigkeiten“ nicht in unserem Ansporn bremsen. Manchmal allerdings zum Leidwesen unserer derzeitigen Chorleiterin. Sie muss uns in unserem Eifer auch zeitweise zügeln „Bitte erst zuhören und dann singen!“
So verlaufen die Chorproben nach dem Einsingen – denn auch, Stimmbänder wollen aufgewärmt sein – doch immer in munterer Atmosphäre. Unsere chorgemeinschaftliche Arbeit wird allerdings auch von netten Abwechslungen unterbrochen:
So versuchen wir eine Ausfahrt im Jahr zu organisieren, bei der wir uns hauptsächlich auf Sightseeing und die Aufnahme von lukullischen Genüssen beschränken. Ganz zu schweigen von den Leckereien, die man uns bei kleineren oder größeren Geburtstagsfeiern angedeihen lässt. Zum Dank dafür gibt’s dann auch ein Ständchen! Oder der alljährlichen Weihnachtsfeier, die auf Grund der Vorbereitungen für das Weihnachtskonzert, verständlicherweise erst nach den Feiertagen stattfinden kann. Unser besonderes Augenmerk liegt zZt auf der zur Notwendigkeit gewordenen Aufnahme neuer Chormitglieder. Hier seien besonders die Herren der Schöpfung angesprochen! Die bekanntermaßen übliche Ausrede „Ich kann doch gar nicht singen“ wird nicht toleriert! Wer sich also von weihnachtlichen Gesängen im Spätsommer und Weihnachtsfeiern, die zu Beginn des neuen Jahres stattfinden, nicht abschrecken lässt und sich vielleicht die Frage stellt, ob er nicht doch an einer Chorstunde einmal teilnehmen sollte, der sei donnerstags zwischen 20.00 und 21.30 Uhr herzlich willkommen!
Angelika Bergmann
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